Schwabenkinder

Projekt „Schwabenkinder“ der Klasse 6 im Bauernhausmuseum Wolfegg

Die sogenannten Schwabenkinder kamen aus den Alpengebieten. Tausende mussten noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Knechte und Mägde auf den Höfen in Oberschwaben arbeiten, um ihre Familien daheim zu unterstützen.

Zum Abschluss ihres Literaturprojektes „Schwabenkinder“ machte die Klasse 6 ein Schwabenkinderprojekt im Bauernhausmuseum.

Eine Schülergruppe lernte, wie man Flachs bearbeitet. Sie gewannen aus den Pflanzen Fasern, die man zu Leinenstoffen verarbeitet. Die Arbeit war staubig und ermüdend und so mancher spürte die körperliche Anstrengung auch in den Muskeln. Zum Abschluss dieses Projekts nähten und füllten die Teilnehmer ein Dinkelkissen, das sie mit nach Hause nehmen konnten.

Die zweite Schülergruppe musste zunächst mit einfachen Handmühlen Breimehl herstellen.
Anschließend wurde auf dem Holzherd ein „Brennts Mus“ und ein Milchmus gekocht. In der guten Stube des Hofes Reisch durften die Schüler anschließend ihr selbstgekochtes arme Leute Mahl genießen. Das Geschirr spülten die Schüler am Schüttstein in einer Schüssel von Hand, was für einige auch ungewohnt war..

Es gab natürlich noch mehr Interessantes zu entdecken, ob bei der Schwabenkinderausstellung oder im Kontakt mit freilaufenden Gänsen und Hühnern.

Fazit: Es war ein gelungener, kurzweiliger und informativer Exkursionstag.

4. April 2017
Anita Knöpfler, Jutta Dittrich, Daniel Rist