Staatsoper Stuttgart

„Halloween in der Wolfsschlucht“ – Klasse 10 in der Staatsoper Stuttgart bei Carl Maria von Webers „Der Freischütz“

Vergangenen Donnerstag war es endlich soweit:  Alle schriftlichen Prüfungen an der Herzog-Philipp-Verbandsschule waren bereits vor den Pfingstferien absolviert, und so machte sich eine kleine Gruppe Zehntklässler auf nach Stuttgart, um in der Staatsoper bei der Vorstellung des „Freischütz“ gemeinsam „Halloween in der Wolfsschlucht“ zu feiern!

Um es vorweg zu nehmen: Zweieinhalb kurzweilige Stunden und eine halbstündige Pause verschafften uns einen intensiven und spannenden Abend im Opernhaus, dessen Eindrücke durch den fulminanten Orchesterklang sowie die exzellenten sängerischen Leistungen noch verstärkt wurden. Ein einmaliges Erlebnis, das selbst Skeptiker unter uns nicht unberührt ließ!

Das Publikum wird gleich mit Vogelgezwitscher empfangen. Über der offenen Bühne schwebt ein Regenbogen in strahlenden Farben. Die Farben wiederholen sich an den Seiten in einer bunten Lichterkette – ein bisschen Jahrmarkts-Stimmung, hart an der Grenze zu Pop und Kitsch. Aber die Inszenierung ist Kult: Seit immerhin 38 (!) Jahren wird Achim Freyers Inszenierung in Stuttgart gespielt – fast immer ausverkauft!

In der Wolfsschlucht werden jede Menge Geister- und Spukgestalten aufgefahren, drum herum dampft und raucht es bis buchstäblich die Wände wackeln; an unheimlichen „special effects“ wird nicht gespart. Eine Szenerie, die an die Renaissance-Gemälde des Malers Hieronymus Bosch erinnert, wo er menschliche Wesen mit Tierköpfen von Fischen, Vögeln, Schweinen oder Raubtieren ausgestattet, hässliche Gnome und Monster.

Vor dem Veranstaltungsbeginn blieb in der Landeshauptstadt natürlich noch genügend Zeit für einen Stadtbummel, Einkäufe oder einfach zur Entspannung, um sich dann im eleganten Outfit rechtzeitig vor dem Großen Hause einzufinden. Dafür, dass uns hierfür noch ein kleiner Groschen übrigblieb, müssen wir in erster Linie unserem Bildungspartner danken, der Firma Stadler Anlagenbau und ihrem Geschäftsführer Herrn Willi Stadler, die uns zum wiederholten Male ihre Kleinbusse für den Personentransport zur Verfügung stellten und so unsere kulturelle Unternehmung großzügig unterstützten. Vielen herzlichen Dank hierfür im Namen aller Teilnehmer! Ebenso gilt unser Dank dem Gemeindeverwaltungsverband, dem Förderverein und der SMV unserer Schule, deren Unterstützung uns (neunmal in den vergangenen 11 Jahren!) beinahe schon selbstverständlich erscheint, deshalb aber umso mehr gewürdigt werden muss.

Ein ganz großer Dank auch an die Kollegen Katrin Bodenmüller und Christoph Siegle, die als (Klein-) Busfahrer alle 21 Schüler wohlbehalten nach Stuttgart und wieder zurückbrachten.

Fazit: Ein rundum gelungener Kulturausflug; die anschließend geplante „Geisternacht“ in der Schule musste wegen unüberwindlicher Schließanlagen konzeptuell leider etwas geändert werden…  😉

19.06.2018  Werner Schnierer